Part 82 (2/2)
+An Teuthard.+[3]
Trotz jedem Ausland sturmet Begeisterung In deutschen Seelen. Barden, ihr zeuget es, Die ihr von Sarons Palmen und von Heimischen Eichen euch Kranze wandet!
Mit schnellern Flugen als der Hesperier 5 Und Brite flogt ihr, Barden des Vaterlands, Zu Bragas Gipfel! Noch war Dammrung; Dammrung zerflog, und die Mittagssonne
Stand hoch am Himmel. --Muse Teutoniens, Du bietest deiner Schwester, der Britin, Trotz 10 Und uberfleugst sie bald! Du lachelst, Muse, der gaukelnden Afterschwester,
Die in den goldnen Salen Lutetiens Ihr Liedchen klimpert. Schande dem Sohne Teuts, Der's durstig trinket, weil es Woll.u.s.t 15 Durch die entloderten Adern stromet!
Kein deutscher Jungling wahle das Madchen sich, Das deutsche Lieder ha.s.set und Buhlersang Des Galliers in ihre Laute Tandelnde Silberaccorde tonet! 20
Schwing deine Geissel, Sanger der Tugend, schwing Die Feuergeissel, welche dir Braga gab, Die Natternbrut, die unsre deutsche Redlichkeit, Keuschheit und Treue totet,
Zuruckzustaupen! Ich will, o Freund, indes, 25 Wenn deine Geissel brauset, des tollen Schwarms Am Busen eines deutschen Madchens Unter den Blumen des Fruhlings lachen.
[Notes: 3: Teuthard--poetic name for a rugged Old German--is Fritz Hahn, a member of the Alliance.]
+4+
+Lied eines deutschen Knaben.+
Mein Arm wird stark, und gross mein Mut, Gib, Vater mir ein Schwert!
Verachte nicht mein junges Blut, Ich bin der Vater wert!
Ich finde furder keine Ruh 5 Im weichen Vaterland!
Ich sturb, o Vater, stolz wie du, Den Tod furs Vaterland!
Schon fruh in meiner Jugend war Mein taglich Spiel der Krieg; 10 Im Bette traumt' ich nur Gefahr Und Wunden nur und Sieg.
Mein Feldgeschrei erweckte mich Aus mancher Turkenschlacht; Noch jungst ein Faustschlag, welchen ich 15 Dem Ba.s.sa zugedacht.
Da neulich unsrer Krieger Schar Auf dieser Stra.s.se zog, Und, wie ein Vogel der Husar Das Haus voruberflog: 20
Da gaffte starr und freute sich Der Knaben froher Schwarm; Ich aber, Vater, harmte mich Und prufte meinen Arm.
Mein Arm wird stark, und gross mein Mut, 25 Gib, Vater, mir ein Schwert!
Verachte nicht mein junges Blut, Ich bin der Vater wert!
+5+
+Trinklied fur Freie.+
Mit Eichenlaub den Hut bekranzt!
Wohlauf! und trinkt den Wein, Der duftend uns entgegenglanzt!
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