Part 17 (1/2)
+7+
+Gluckes Ungunst.+
Frau Gluck verteilet rings um mich Und kehret mir den Rucken zu.
Sie will nicht mein erbarmen sich; Ich weiss nicht, was ich dazu tu'.
Sie zeigt nicht gern ihr Antlitz mir, Lauf ich um sie herum, bin ich doch hinter ihr Denn ihr beliebt's nicht mich zu sehn; Ich mocht', da.s.s ihr die Augen an den Nacken standen, dann musst's ohn' ihren Wunsch geschehn.
+8+
+Das Lehen.+
Ich hab' ein Lehen, alle Welt, ich hab' ein Lehen!
Jetzt furcht' ich weder mehr den Hornung an den Zehen, Noch will die bosen Herrn um ihre Gunst ich flehen.
Der edle Herr, der milde Herr hat mich beraten, Da.s.s ich im Sommer Luft, im Winter Warme haben kann.
Die Nachbarn sehn mich jetzt mit andern Augen an, Sie sehn nicht mehr den Butzemann in mir, wie sie es taten.
Zu lange war ich arm, das weiss ich keinem Dank; Ich war so voll des Scheltens, da.s.s mein Atem stank.
Den hat der Konig rein gemacht, dazu auch meinen Sang.
+9+
+Morgengebet.+
Mit Segen la.s.s mich heut erstehn, Herr Gott, in deiner Obhut gehn Und reiten, wo hinaus mein Fuss sich kehre.
Herr Christ, la.s.s sichtbar an mir sein Die grosse Kraft der Gute dein 5 Und schutze mich um deiner Mutter Ehre.
Wie ihrer Gottes Engel pflag Und dein, der in der Krippe lag, Jung als Mensch und alt als Gott, Demutig vor dem Esel und dem Rinde, 10 Und dennoch schon in fester Hut Hielt Joseph sie und dich so gut Wohl mit Treuen sonder Spott: So schutz' auch mich, da.s.s man gehorsam finde Mich deinem gottlichen Gebot. 15
+10+
+Die drei Dinge.+
Ich sa.s.s auf einem Steine Und deckte Bein mit Beine.
Darauf setzt' ich den Ellenbogen; Ich hatt' in meine Hand gezogen Das Kinn und eine w.a.n.ge. 5 Da dachte ich gar bange, Wie man auf Erden sollte leben; Doch keinen Rat konnt' ich mir geben, Wie man drei Ding' erwurbe, Da.s.s keins davon verdurbe. 10 Die zwei sind Ehr' und fahrend Gut, Das oft einander Schaden tut; Das dritt' ist Gottes Segen, Daran ist mehr gelegen.
Die wunscht' ich gern in einen Schrein. 15 Ja, leider mag das nimmer sein, Da.s.s Gut und weltlich' Ehre Und Gottes Huld, die hehre, Je wieder in Ein Herze kommen.
Ihnen ist Weg und Steg benommen: 20 Untreue liegt im Hinterhalt, Und auf der Stra.s.se fahrt Gewalt; Friede und Recht sind beide wund, Die dreie finden kein Geleit, die zwei denn werden erst gesund.
+11+
+Abschied von der Welt.+
Frau Welt, Ihr sollt dem Wirte sagen, Da.s.s ich ihn ganz bezahlet habe; All meine Schuld sei abgetragen, Da.s.s er mich aus dem Schuldbrief schabe.
Wer ihm was soll, der mag wohl sorgen; Eh' ich ihm lange schuldig blieb, eh'r wollt' ich bei den Juden borgen.
Er schweiget bis auf einen Tag, Dann aber nimmt er sich ein Pfand, wenn jener nicht bezahlen mag.
+12+
+Elegie.+
O weh, wohin entschwunden sind alle meine Jahr!
Ist mir mein Leben getraumet, oder ist es wahr?